Mit Erfindungen für den Alltag überzeugt er das Publikum
  Acht Jungunternehmer präsentierten ihre Geschäftsidee.
Der Sieger hat bereits mehrere Produkte im Verkauf.


Er ist so etwas wie ein moderner Daniel Düsentrieb und teilt mit der Disney-Figur auch den Vornamen: Daniel von Arx, Sieger des diesjährigen Zuger Jungunternehmerpreises. An der gestrigen Preisverleihung in der Chollerhalle überzeugte der 35-jährige CEO von Cubiq mit seiner Geschäftsidee – besser gesagt mit seinen Erfindungen – am meisten Anwesende. Die rund 250 interessierten Gäste bildeten nämlich die Jury, welche den Zuger Jungunternehmer 2014 per Stimmabgabe wählte. Doch bis von Arx die 5000 Franken Preisgeld entgegennehmen konnte, musste jeder der acht Jungunternehmer – darunter eine Jungunternehmerin – während je fünf Minuten die Geschäftsidee dem Publikum präsentieren. Im Gegensatz zu anderen Jahren war es damit aber noch nicht getan. Zum ersten Mal gab es auch eine Fachjury. Diese bildete je ein Vertreter der Zuger Kantonalbank, der Mobiliar Versicherungen, der Kreditplattform Cashare sowie dem Verein Genilem. Die Fachjury stellte den Start-up-Unternehmern anschliessend während weiteren fünf Minuten Fragen zur Geschäftstätigkeit.

Sattelträger und Besenhalterung
«Mein Ziel ist es, Produkte zu entwickeln, die dem Menschen das Arbeiten im Alltag erleichtern», erklärte Daniel von Arx während seiner Präsentationszeit den Anwesenden. Erste Erfolge stellte er auch gleich vor. So entwickelte der Pferdenarr zum Beispiel einen Sattel-Träger. Dieser kann online, aber auch im Handel, für 159 Franken gekauft «und in jedem Auto an der Rücklehne angebracht werden», erläuterte Daniel von Arx stolz. Er habe sich immer geärgert, dass man teure Ledersättel einfach in den Kofferraum des Autos schmeisst. Sein «saddlefly» fülle hier eine Marktlücke. Weiter erfand der gebürtige Küssnachter, der sein Büro im Businesspark in Steinhausen hat, eine Halterung für den gewöhnlichen Bambusbesen, den man in jeder Landi oder im Baumarkt findet. «Dank meinem Bambusfix können Sie den gleichen Stecken verwenden, während Sie das Unterteil, das sich mit der Zeit abnützt, auswechseln», sagte er. Gleichzeitig betonte von Arx, dass alle Produkte von Drittfirmen in der Schweiz hergestellt werden. «Ich lege grossen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit», sagte der studierte Betriebsökonom. Das Publikum applaudierte.
Den zweiten Platz beim Zuger Jungunternehmerpreis holte sich Bernhard Hochspach von Albedo-Light. Auch er ist im Businesspark tätig und entwickelte eine neuartige Ständerlampe. «Unsere Albedo One ist die erste LED-Stehleuchte mit dynamischer Lichtsteuerung », erklärte Hochspach. Die Lampe sei 100 Prozent «Swiss made», energiesparend, und ihr Licht könne an verschiedene Arbeitssituationen angepasst werden.

Hilfe bei Kinderwunsch
Eine ganz spezielle Geschäftsidee hatte die drittplatzierte Jungunternehmerin. Priska Portmann leitet die Firma Kinderwunsch Coaching in Steinhausen. «Wir beraten Paare professionell und ganzheitlich bei Kinderwunsch», sagte sie. Ein Thema, das gerade in der heutigen Zeit bei manchen Paaren aktuell ist, aber als Tabuthema häufig nicht zur Sprache komme.
Bereits zum zehnten Mal fand gestern Abend die Jungunternehmerwahl, organisiert vom Businesspark sowie dem Technologie Forum Zug, statt. Neben den drei Preisträgern kamen die anderen Teilnehmer aus besonders unterschiedlichen Branchen. Da war zum Beispiel das Unternehmen Rocklog, das Logistiklösungen entwickelt und umsetzt. Im Bereich nachhaltige Gebäudetechnik bietet hppm Consulting Dienstleistungen im In- und Ausland an. Weitere Jungunternehmer, die um den begehrten Preis kämpften, waren: eCollect, die Firmen beim Online-Inkasso hilft, Trefecta Mobility, welche ein Hightech e-Bike herstellt, oder die Firma Swiss Cloud Computing, die komplette IT-Infrastrukturen innert 15 Minuten für Büroangestellte installiert.

Ernst Meier, Neue Zuger Zeitung
 
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